Dinner for one

Aus dem "Dinner for one" wurde das "Dinner for you"!

3. April 2011. "Dinner for one" - bei diesem Titel kreisen die Gedanken der meisten Zeitgenossen um den gleichnamigen Schwarz-Wei├č-Klassiker mit Miss Sophie und ihrem Butler James. Der 36. XXL-GottesEXTRAdienst f├╝r Ausgeschlafene pr├Ąsentierte seine eigenen Gedanken zu diesem "mehrg├Ąngigen" Thema, das sich als sehr herzhaft und w├╝rzig erwies.

Nach dem Auftakt der Band mit dem Lied "Tonight" von FM Static und der Begr├╝├čung durch Stephanie Manz nahm Dr. Sabine Schulz als Gast auf der Interview-Bank von Peter Mattheis Platz. Dies tat sie zum einen als Mitglied des Umkircher Kirchengemeinderates, zum anderen aber als ├ärztin am Uniklinikum Freiburg im Bereich Naturheilkunde und Umweltmedizin.

Sie ist Spezialistin f├╝r Naturheilkunde und kennt sich sehr gut in Akupunktur und traditioneller chinesischer Medizin aus. Das Gespr├Ąch drehte sich um gesunde Ern├Ąhrung, und dies konnte Frau Schulz hervorragend anhand der Ern├Ąhrungspyramide erl├Ąutern. "Gesunde Lebensmittel stehen auf der Pyramide unten, die ungesunden findest Du oben!" Rotwein, Butter und Schokolade sind sicher nicht so gesund wie Wasser, hochwertiges Lein├Âl und Getreideprodukte, aber in Ma├čen kann man auch von den zuvor genannten Lebensmitteln naschen, beruhigte sie Peter Mattheis, der nicht gerne auf jeden Genuss verzichten wollte.

Auch die soziale Bedeutung einer gemeinsamen Mahlzeit im Rahmen der Familie war ein Gespr├Ąchsthema, das im Hause Schulz besonders gepflegt wird. "Zu den Mahlzeiten trifft man sich nicht nur zum Essen, sondern auch zum Informationsaustausch und zum guten Gespr├Ąch. Heikle und strittige Themen sollte man vermeiden, um die gemeinsame Mahlzeit auch wirklich zu genie├čen," war ihre Meinung. Auch die Essenzubereitung bietet die M├Âglichkeit Gemeinsames zu erleben und zu erfahren! Hier hat es aber in den letzten Jahren eine Verhaltens├Ąnderung gegeben, die durch industriell hergestellte Nahrungsmittel und convenience food unterst├╝tzt wird. Wichtig ist heute die schnelle und bequeme Nahrungsaufnahme und weniger der zeitintensive Genuss, der schon bei der Zubereitung der Speisen beginnen k├Ânnte.

Das dreigeteilte St├╝ck der XXL-Theatergruppe stellte einen Menschen in den Mittelpunkt, f├╝r den Essen stets mit Einsamkeit verbunden ist. Vom Fr├╝hst├╝ckstisch ├╝ber das B├╝ro bis zur Kantine und dem Einkauf im Supermarkt kam bei ihm keine Freude auf, wenn es ums Essen ging. Er war der "Loser", w├Ąhrend andere auf der Gewinnerseite standen. Wie gut, dass sich am Ende alles nur als ein b├Âser Traum entpuppte.

Die "Einsamkeit", die sich im Gegensatz zum "Alleinsein" als etwas Schmerzhaftes erweisen kann, thematisierte Pfarrer Fritz Breisacher in seiner Ansprache. Viele Menschen h├Ątten sich nichts mehr zu sagen, w├╝rden sich fremd und sp├╝rten die Mauern, die sie zwischen sich hochgezogen haben. Fritz Breisacher sieht den Grund daf├╝r in der Entfremdung von Gott. Dieser schickte jedoch Jesus, der die Ursache aller Einsamkeiten, die Schuld, beseitigte und uns neue Gemeinschaft schenkte. Mit einem ganz besonderen "Dinner", dem Abendmahl, werde aus dem "Dinner for one" ein "Dinner for you". Und so lie├č es sich das XXL-Team nicht nehmen, die Besucher nach der Ansprache zu einem "echten" Abendmahl mit Brot und Wein einzuladen. Mit Ann├Ąherung und Abweisung, N├Ąhe und Distanz im Leben setzte sich auch die XXL-Band auseinander, die unter anderem einige Klassiker wie "Wish you were here" von Pink Floyd und "Still got the Blues" von Gary Moore zum Besten gab.

Im BistroCaf├ę bot Familie Alberts zum Abschluss Gelegenheit, bei K├Âniginpastete die Vorz├╝ge eines gemeinsamen Essens zu genie├čen.


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