Im Digital des Lebens - Taste 'Gott

27. November 2011. In das ?Digital des Lebens? begab sich das Mitarbeiterteam anlĂ€sslich des 38. XXL-GottesEXTRAdienstes fĂŒr Ausgeschlafene. Wie ergeht es dem nahezu total vernetzten Menschen heute? Bedeutet das virtuelle Zusammenwachsen Freud ? oder eher Leid? Das XXL-Team wollte es wissen...

Interviewgast war deshalb kein geringerer als Dr. Gernot Meier, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Baden und Experte fĂŒr elektronische Medien, der mit Freude die Fragen von Marius BlĂŒm beantwortete und dem so mancher Gottesdienstbesucher "noch ewig" hĂ€tte zuhören können. Ob die Gesellschaft sĂŒchtig nach dem digitalen Austausch geworden ist, ob die sogenannten "Killerspiele" eine Gefahr darstellen und ob die Menschen ĂŒberhaupt noch zwischen RealitĂ€t und VirtualitĂ€t unterscheiden können, wollte Marius wissen. Dr. Gernot Meier konnte die Gottesdienstbesucher dahingehend beruhigen, dass es zwar grenzwertige FĂ€lle von Computer-Nutzern gĂ€be, der Großteil der Menschen jedoch nicht gefĂ€hrdet sei. Die Frage, ob denn auch die Kirche in der digitalen Welt vertreten sein sollte, beantwortete Dr. Meier mit einem klaren Ja.

Die Theatergruppe mit Jonas Kamps in der Hauptrolle zeigte auf ergreifende wie auch amĂŒsante Weise, wie sich das digitale Leben auf das reale Leben eines Jugendlichen auswirken kann. Verspottet und blamiert von seinen "Freunden", erhĂ€lt der Protagonist Besuch von virtuellen Gestalten, die sich in die RealitĂ€t verirrt haben. Darunter ist auch Mose, der aus Versehen "heruntergeladen" wurde. Er zeigt dem geplagten Jugendlichen, dass die Bibel quasi als "Taste Gott" Antworten in schwierigen Lebenssituationen liefern kann.

"NatĂŒrlich gibt's viel MĂŒll in der digitalen Welt", meinte Pfarrer Fritz Breisacher in seiner Ansprache. Aber es befĂ€nden sich auch unzĂ€hlig viele Perlen in der digitalen Welt, die das Leben bereichern, erfĂŒllen, erleichtern und verbessern. Auch da gĂ€be es noch so viel zu entdecken. Das eigentliche Problem sei heute die "digitale Kluft" zwischen den Menschen: Auf der einen Seite gĂ€be es die Leute, die wie selbstverstĂ€ndlich neben ihrer realen Welt die digitale oder virtuelle Welt nutzen - und auf der anderen Seite die Menschen, fĂŒr die das Ganze ein Buch mit sieben Siegeln ist. Pfarrer Breisacher ermunterte die Gemeinde dahingehend, dass Gott immer "online", immer "standby" und immer nur ein Gebet weit entfernt sei.

Musikalisch bezog die XXL-Band die Gottesdienstbesucher durch bekannte Gospels wie "This little light of mine" oder "Amen" stĂ€rker als sonst in den Gesang mit ein. Besinnliche Songs wie "When I need you" und "In Moments like these" ließen den Zuhörern viel Spielraum, sich musikalisch mit dem Leitthema auseinander zu setzen. Der Runrig-Hit "News from heaven" bildete den Abschluss, bevor man im BistroCafĂ© bei herzhaftem Gulasch, zubereitet von Familie Alberts, den Gottesdienst Revue passieren lassen konnte.


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